Wandern und Bergsteigen im Raum Oberösterreich, Salzburg, Steiermark...
Eigentlich wollte ich heute nur eine kurze kleine Bergtour zum Ebenwieselstein unternehmen.
Aber das Schicksal wollte es anders.
Von Steyrling aus ging es zunächst wie geplant zum Tragl hinauf.
Hier ging ich allerdings nicht rechts den Wanderweg 4 weiter, sondern folgte links einen Forstweg.
Ganz in Gedanken versunken schwante mir bei einer Wildfütterungdstelle, dass ich vom rechten Wege abgekommen sein musste. Kurz darauf begnete ich einer einheimischen Frau, die meine Vermutung bestätigte. Ein Stück lang stiegen wir gemeinsam wieder Richtung Tragl ab, doch als sie mir vom Falkenstein erzählt bzw. dass man ihn auch ohne Seil ersteigen könnte, verwarf ich mein ursprüngliches Ziel und begab mich kurzerhands auf die "Exploration" Falkenstein.
Ich bedankte und verabschiedete mich, kehrte um und hatte mein neues Ziel bald wieder vor Augen.Sehr steil ging es eine Schuttrinne aufwärts.
Nur langsam kam ich vorwärts. Jeder Schritt musste hier sitzen.
Ich erreichte das Marterl von dem mir die Frau berichtete.
Hier unterlief mir aber vermutlich ein weiterer Fehler.
Anstatt noch höher zu steigen, zweigte ich genau beim Martel nach links Richtung Gipfelkreuz ab.
Das Gipfelkreuz war nun schon zum Greifen nah, allerdings lag noch eine "Schlucht" dazwischen.
Das Gelände war steil und durch laubbedeckte Altschneereste teilweise rutschig.
Und so kam es wie es kommen musste - ich rutschte aus.
Zum Glück nahm ich keine Geschwindigkeit auf und konnte den "Rutsch" mit all meinen Kräften nach ca. 5 Meter stoppen. Keinen Schritt geh ich hier mehr weiter - so mein Gedanke.
Der Rückblick zur Sturzstelle; sieht harmloser aus als es war.
Ich wollte nicht mehr zum Marterl und durch die steile Schuttrinne absteigen, sondern versuchte ein Stück weiter oben mein Glück. Und tatsächlich kam ich in nicht mehr so steiles Gelände. Der Felskante entlang erhaschte ich nochmal schöne Blicke zum Gipfel des Falkensteins. Der Föhnsturm wurde immer stärker und so entschied ich die "Exploration" abzubrechen und abzusteigen.
Zum Glück entdeckte ich einen Jägersteig.
Noch bei einer markanten Dopperfelsformation vorbei
dann war ich wieder im "sicheren", flachen Gelände.
Ein letzter Blick zum Falkenstein, der sich doch nicht so leicht bezwingen lässt .
Aber vielleicht komme ich im Sommer noch einmal hier her, um einen nächsten Versuch zu starten.
Jetzt weiß ich zumindest schon mal wo man nicht hinaufkommt ;-)
Meine ungeplante "Exploration" in Kartenformat.
Mein eigentliches Ziel - der Ebenwieselstein (blau eingekreist) wurde dabei auch nur knapp verfehlt :D