Wandern und Bergsteigen im Raum Oberösterreich, Salzburg, Steiermark...
Dieses Wochenende stand der Tassilo Klettersteig am Programm.
Bei bestem Wetter trafen sich 7 Klettersteigbegeisterte beim Almtalerhaus.
Schon hier erblickt man unser für morgen geplantes Gipfelziel - den Schermberg.
Zuerst mussten wir aber den langen Forstweg zurück zum Talschluss der Hetzau
was unserer guten Stimmung keinen Abbruch tat
Nach einer guten Stunde wurde das Gelände felsiger und steiler.
Erste Seilsicherungen
erste Leitern...
erste Räder... erste Räder ??
Wir staunten nicht schlecht als uns 2 Frauen mit ihren Moutainbikes huckepacks überholten.
Sie wollten morgen auf den Priel hinauf... ja was soll man da noch sagen.
Die Welserhütte bereits in Sichtweite, kam aber mit oder ohne Rad nur langsam näher.
Beeindruckend, der steile Nordpfeiler des hohen Kreuzes mit all seinen Bändern und Felsstufen.
Kurz vor der Hütte muss man nochmal rechts abbiegen, sonst verfehlt man die Hütte (merk da des Andi
)
Die letzten Meter zur Hütte.
Nach gut 3 Stunden haben wir es dann geschafft. Nachdem wir in Zimmer 22 eingecheckt haben, begrüßten wir auch unsere...
gut gelaunte "Stunden-später" Martina
... es war aber eh nicht mal eine halbe Stunde Verspätung
Viel Zeit zum Entspannen und Sonnenuntergang genießen blieb nicht, denn Abendessen gab es nur bis 20 Uhr.
Der Traunstein legte sich im abendlichen Licht zur Ruh
Wir noch nicht ganz. Wir begrüßten Vroni die zur späteren Stunde noch zu uns gestoßen war, um uns morgen am Tassilo Klettersteig zu begleiten, ratschten und schmökerten noch ein wenig in alten Klettersteig- und Hüttenbüchern, bis wir uns müde in unser 7-Betten-Komfort-Zimmer begaben.
na dann Gute Nacht !
Sonntag 21.August 2011:
Die ersten Sonnenstrahlen beleuchten die Hetzaukögel. Nicht jeder von uns hat gut geschlafen, dennoch hieß es...
Tagwache: 0600
Frühstück: 0630
Abmarsch: 0700
Auch der Gänsemarsch zu Beginn erinnerte mich etwas ans Bundesheer
Martina machte die ersten Führungskilometer
Hier gehts lang
Nach ca. 30min erreichten wir den Einstieg zum Klettersteig
Blick zurück zur Welserhütte.
Auf jener Topo sind im Gegensatz zur Internettopo sogar 3 D-Stellen eingezeichnet.
Und los gehts...
Vroni in Action
Bald war eine schöne Plattenquerung erreicht
die sich als schönes Fotomotiv erwies.
Katharina in action
Martina ganz relaxed, wie ein Klettersteigprofi
Unsere erste längere Rast etwas unterhalb des Almtaler Köpfels
Blick zum Gipfel des Großen Priels
Im Vordergrund unsere immer gut gelaunte Martina und im Hintergrund erblickt man bereits die Spitzmauer
Dann richteten wir unsere Blicke hinein in die gewaltige Schermberg Nordwand.Mit einer Wandhöhe von 1400m rangiert die Schermberg-Nordwand auf Platz 9 in Sachen höchste Bergwände der Alpen
Das kleine Gipfelkreuz am Almtalerkopf ist da schon viel bescheidener
Katharina erreicht das Almtaler Köpfl
und weiter gehts...
im felsigen Zickzack auf und ab
Der letzte lange Grat hinauf zum Schermberggipfel
Wie kommt man da heil hinunter scheint Martina hier Andi zu fragen.
Nur eine frage des Teamworks ... Andi und Martina
Letzter langer Anstieg zum höchsten Punkt hinauf
Gleich ist es geschafft
Das Gipfelkunstwerk ist schon in Sichtweite
und nach gut 4 Stunden Kletterei erklommen ! Juhuuu
Dann gings zum gemütlichen Teil über
Chillout
Auch der Geocache wurde noch gefunden.
Katharina, bitte creme dich ein. Die Sonne brennt hier heiß herunter
Blick zu den beiden Ödseen
zum Nachbarberg, dem Großen Priel (2515m) im Osten
und zum König Dachstein im Süden
Nach einer knappen Stunde am Gipfel starteten wir unseren Abstieg. Blick zurück zum "Geröllhaufen"
Der Abstieg erwies sich als nicht ganz ungefährlich.
Auch Schnee und Eisfelder mussten überquert werden
bzw. abgerutscht
Für mich war klar, den Priel müssen wir heute auslassen.
Die Temperaturen ließen keine weiteren Anstrengungen mehr zu
Der Abstieg war bei dieser Hitze schon anstrengend genug.
Auch kein schattiges Platzerl mehr bei der Welserhütte. Jetzt hieß es viel trinken.
Vom restlichen Abstieg gibts kaum Fotos, denn selbst zum Fotografieren war es nun zu heiß geworden.
Doch am Ende durften Katharina und Martina nach ein paar "Notrufen" per Handy die letzten Kilometer sogar im Jeep des Hüttenwirtes mitfahren
Andi und ich ließen dieses erlebnisreiche Bergwochenende deftig ausklingen. Danach ging dieses tolle Bergwochende mit netter Begleitung zu Ende und ich denke letztlich hat es allen gefallen