Wandern und Bergsteigen im Raum Oberösterreich, Salzburg, Steiermark...
Freitag 8.Juni:
3:30 Uhr: Tagwache
4:00 Uhr: Frühstück
Ganz munter kann man da noch nicht sein.
4:30 Uhr: Abmarsch
5 Uhr: Monduntergang
Wo sind denn die ganzen Wegmarkierungen hin ?
Immer wieder müssen wir danach suchen ...
und aufpassen, dass wir nicht auf eines der vielen Salamander treten.
Für diese Gams kommt jede Hilfe zu spät.
Viele Höhenmeter sind zu absolvieren.
Der Weg gestaltet sich selektiv und ist nicht ganz ungefährlich.
Das Wetter besserte sich.
Am langen Anstieg zum Grünalmkogel (1821m)
zieht sich ganz schön hinauf
Immer wieder über große Schneefelder. Bei mir machten sich schon jetzt erste Ermüdungserscheinungen bemerkbar und ich hatte zu tun das Tempo der drei vor mir halten zu können.
Eine Gams beobachtet uns
Der letzte kurze Abstecher zum Grünalmkogel.
Gipfel Nummer 8 ist geschafft !
Von hier erblickt man bereits das Hochleckenhaus.
Der Weg durch den großen Pfaffengraben gestaltet sich aber alles andere als leicht.
Steile Abstiege
lange Schneefeldquerungen.
Im Aufstieg zum Jagerköpflsattel war ich selbst zum Fotografieren schon zu müde.
Erst als wir nach 5 Stunden (um 9:30 Uhr) das Hochleckenhaus erreichen, konnten wir uns stärken und neue Kraft sammeln.
Leider verschlechterte sich das Wetter nun. Wir wollten keinesfalls in ein Gewitter kommen, deswegen drückten wir aufs Tempo, was den Genuß etwas hinten anstellen ließ.
Abstieg zur Grießalm
bei der Geißalm dann Nebeleinbruch
Am langen Anstieg zum Brennerin/Salzbergsattel brach die Motivation etwas ein.
Kurz vor dem Dachsteinblickgipfel besserte sich das Wetter wieder.
Am neunten Gipfel hatten wir dann endlich jegliche Anstiege und Nebelwände hinter uns gelassen.
Von nun an immer am Bergrücken entlang leicht absteigend.
Noch einmal eine kurze Pause einlegen
und die Blicke zum wunderschönen Attersee hinunter genießen
Blick Richtung Nordwesten
Der Mahdlgupf (1250m) - der seit kurzem einen brandneuen Klettersteig besitzt.
Felsgesicht
Während Toni und Sabine dem Schoberstein noch einen Besuch abstatteten, humpelten Babsi und ich schon sehr kraftlos und ausgelaugt die letzten 400 Höhenmeter hinunter.
Nach über 9,5h erreichten wir endlich Weissenbach am Attersee.
Die Abkühlung meiner schon schmerzenden Füße im kalten Weissenbach war eine Wohltat.
Das Chillout und abschließende Essen gab es dann in der Villa Spitz (in Winkl am Traunsee).
Die freundliche Bedienung, das tolle Ambiente und gute, preiswerte Essen dort kann man nur weiterempfehlen :)
Abschließend gibt es wie immer die Tour im Kartenformat.
In diesen zwei Tagen kamen mehr als 26km und 2600 Höhenmeter zusammen !
Von einer Genusstour kann man nur Abschnittsweise sprechen (vor allem Tag 1)
Der Abschnitt durch den Pfaffengraben am Tag 2 war wohl eher die Hölle.
Eine Überschreitung würde ich wenn, dann nur noch auf 3 Tage machen.
Jedenfalls waren die beiden "Trekking"-Tage eine Nagelprüfung für das Korsika-Trekking-Abenteuer das in 3 Wochen gestartet wird :)